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	<title>Biblisches Forum &#187; meneteqel</title>
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	<description>Zeitschrift für Theologie aus biblischer Perspektive • ISSN 1437-9341</description>
	<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 21:07:34 +0000</pubDate>
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		<title>OpenDocument ist ISO-Standard</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2006 09:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meneteqel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Juni diesen Jahres hat das Biblische Forum ein Interview mit Patrick Durusau über das OpenDocument-Format veröffentlicht.
Der KOffice-Entwickler Inge Wallin weist in seinem Blog darauf hin, dass die International Standards Organisation ISO vorgestern, am 30. November 2006, OpenDocument nun endgültig zum ISO-Standard ISO/IEC 26300:2006 erhoben hat. Der Traum vom „Din A4“ für Office-Dokumente ist Wirklichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juni diesen Jahres hat das Biblische Forum ein <a href="http://www.bibfor.de/Wordpress/?p=39">Interview mit Patrick Durusau</a> über das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument">OpenDocument-Format</a> veröffentlicht.</p>
<p>Der <a href="http://www.koffice.org">KOffice</a>-Entwickler <a href="http://behindkde.org/people/ingwa/">Inge Wallin</a> weist in seinem <a href="http://ingwa2.blogspot.com/2006/12/opendocument-is-now-real-iso-standard.html">Blog</a> darauf hin, dass die International Standards Organisation ISO vorgestern, am 30. November 2006, OpenDocument nun endgültig zum ISO-Standard <a href="http://www.iso.org/iso/en/CatalogueDetailPage.CatalogueDetail?CSNUMBER=43485&#038;ICS1=35&#038;ICS2=240&#038;ICS3=30">ISO/IEC 26300:2006</a> erhoben hat. Der Traum vom „Din A4“ für Office-Dokumente ist Wirklichkeit geworden.</p>
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		<title>Die Bibel und das Copyright</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jul 2006 09:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meneteqel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bibel ist Wort Gottes, obwohl sie doch zugleich das Werk menschlicher Autoren (und Autorinnen?) ist. Wie dieser Glaubenssatz zu verstehen ist und was mit Inspiration durch den Heiligen Geist gemeint ist, darüber können Theologinnen und Theologen trefflich streiten. Zumindest aber Verlage und Bibelgesellschaften haben diese Frage längst gelöst. Sie betrachten nicht nur Übersetzungen, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bibel ist Wort Gottes, obwohl sie doch zugleich das Werk menschlicher Autoren (und Autorinnen?) ist. Wie dieser Glaubenssatz zu verstehen ist und was mit Inspiration durch den Heiligen Geist gemeint ist, darüber können Theologinnen und Theologen trefflich streiten. Zumindest aber Verlage und Bibelgesellschaften haben diese Frage längst gelöst. Sie betrachten nicht nur Übersetzungen, sondern auch die kritischen Ausgaben der Originaltexte als ihr „geistiges Eigentum“. Ob sie vorher einen Vertrag mit dem Heiligen Geist geschlossen haben, in dem er ihnen als Urheber seine Verwertungsrechte abtritt?</p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<h3>Hoffnung für alle?</h3>
<p>Den meisten wird das ziemlich egal sein. Gedruckte Bibelausgaben sind in der Regel recht preiswert. Auch bei den Ausgaben der klassischen Texte ist der Preis aufgrund der Ausstattung angemessen. Bei digitalen Ausgaben frage ich mich allerdings, warum sie in den meisten Fällen teurer sind als die gedruckte Ausgabe, obwohl der Materialaufwand doch geringer sein müsste. Die wirklich Dummen sind jedoch die Linux-User. Denn für Linux sind moderne Übersetzungen und die kritischen Ausgaben der klassischen Texte auch für gutes Geld nicht zu haben.</p>
<p>Zwar gibt es einige rechte gute Bibelprogramme für Linux wie <a href="http://www.bibletime.info">BibleTime</a> und <a href="http://gnomesword.sourceforge.net">GnomeSword</a>, und die Texte sind auch schon längst in einer für diese Programme passenden Form digital aufbereitet. Nur dürfen sie aus Copyright-Gründen nicht ausgeliefert werden; es besteht nicht einmal die Möglichkeit, sie gegen Zahlung einer Lizenzgebühr zu erwerben.</p>
<p>Eine Ausnahme macht seit März diesen Jahres der Brunnen-Verlag, der seine Übersetzung „Hoffnung für alle“ gegen Zahlung einer Lizenzgebühr von 22&nbsp;&euro; nun auch für Linux-User zur Verfügung stellt. Um die Infrastruktur kümmert sich das <a href="http://www.crosswire.org/sword/">Sword-Projekt</a>, das den Text digital aufbereitet hat und zum <a href="http://www.crosswire.org/sword/modules/ModInfo.jsp?modName=GerHfa2002">Download</a> zur Verfügung stellt. Auch die <a href="http://www.crosswire.org/sword/modules/registration/gerhfa2002-registration.jsp">Registrierung</a> erfolgt über die Internetseite des Sword-Projekts. Die 22 Euro (und die persönlichen Daten, die man zur Registrierung angeben muss) erhält dagegen der Brunnen-Verlag.</p>
<p>Vergleicht man diesen Preis mit den Preisen der anderen Versionen, die beim <a href="http://www.brunnen-verlag.de/">Brunnen-Verlag</a> erhältlich sind, kommt man aus dem Staunen nicht heraus:</p>
<ul>
<li>22&nbsp;&euro; kostet dort auch die gebundene „Art Edition“.</li>
<li>9,95&nbsp;&euro; verlangt der Verlag für eine Hardcover-Edition.</li>
<li>16,95&nbsp;&euro; für die „Future Edition“ mit „96-seitigem farbigem Bildteil“.</li>
<li>6,50&nbsp;&euro; kostet eine „BibelCard“, eine digitale Ausgabe im Checkkarten-Format, die aber nur unter Microsoft Windows läuft.</li>
</ul>
<p>Bei solchen Preisen fragt man sich, warum die Lizenz für eine Version, für die dem Brunnen-Verlag keine direkten Kosten entstehen, mehr als doppelt so teuer ist wie eine gebundene Ausgabe.</p>
<h3>Wie original sind die „Originaltexte“?</h3>
<p>Nun fallen Lizenzgebühren aber nicht nur bei neueren Übersetzungen an, sondern auch für die kritischen Ausgaben der klassischen „Originaltexte“.</p>
<p>In meiner Naivität bin ich z.&thinsp;B. immer davon ausgegangen, dass sich die Überlieferung der hebräischen Bibel durch eine erstaunliche Texttreue auszeichnet. Das kann jedoch nicht stimmen. Denn auf den Text der Biblia Hebraica Stuttgartensia beansprucht die Deutsche Bibelgesellschaft ein Copyright. Das macht aber nur Sinn, wenn der Text dieser Ausgabe in schöpferischer Weise von dem Jahrtausende alten überlieferten Bibeltext abweichen würde. Wie könnte sonst jemand ein Urheberrecht darauf beanspruchen? (Zum Glück gibt es in diesem Fall mit dem <a href="http://www.crosswire.org/sword/modules/ModInfo.jsp?modName=WLC">Westminster Leningrad Codex</a> eine gute Alternative.)</p>
<p>Beim Text des griechischen Neuen Testaments ist es nicht anders. Allerdings ist hier die Zahl der Textvarianten so groß, dass das Erstellen einer kritischen Textausgabe tatsächliche eine wissenschaftliche Leistung darstellt. Für textkritische Apparate ist der Anspruch auf ein Urheberrecht durchaus gerechtfertigt. Aber für das Ergebnis der Arbeit, den rekonstruierten „Originaltext“? Die Praxis, für die Textfassung selbst – und nicht nur den textkritischen Apparat – ein Copyright zu beanspruchen, legt den Verdacht nahe, dass es sich doch nicht um den „Originaltext“ handeln kann. Denn der wurde vor fast zwei Jahrtausenden geschrieben und ist längst in die Public Domain übergegangen (zumal es zu seiner Entstehungszeit noch gar kein Copyright gab).</p>
<p>Abgesehen davon macht auch in diesem Fall ein gebührenpflichtiges Copyright nur dann Sinn, wenn die textkritische Arbeit am griechischen Text des Neuen Testaments überwiegend durch die Erlöse aus dem Verkauf der griechischen Textausgaben finanziert würde. Das kann ich mir jedoch kaum vorstellen.</p>
<h3>Open Access</h3>
<p>In den Vereinigten Staaten gibt es die Regel, dass die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung kostenlos zu Verfügung gestellt werden müssen. Aus diesem Grund sind z.&thinsp;B. die grundlegenden Protokolle und Technologien des Internets kostenlos. Die Frage wäre, ob diese Regel nicht auch für die textkritische Arbeit an den biblischen Texten gelten müsste, die wahrscheinlich ebenfalls zu einem großen Teil durch öffentliche Forschungsmittel finanziert wird.</p>
<p>Wahrscheinlich haben die Bibelgesellschaften noch nicht mitbekommen, dass es inzwischen so etwas wie <a href="http://www.lehrstuhl-spindler.uni-goettingen.de/extern/openaccess/">Open Access</a> und <a href="http://creativecommons.org/worldwide/de/">Creative Commons</a> gibt. Diese neuen Entwicklungen bedeuten keinen Verzicht auf ein Urheberrecht im klassischen Sinne, sondern eine differenzierte und weniger restriktive Regelung der Nutzungsrechte. Mit einer Creative-Commons-Lizenz könnten die textkritischen Ausgaben für den privaten und wissenschaftlichen Gebrauch kostenlos zur Verfügung gestellt werden, während gleichzeitig eine kommerzielle Nutzung kostenpflichtig bliebe.</p>
<p>Wahrscheinlich würde eine solche Praxis auch eher der Vorstellung von der Bibel als Wort Gottes entsprechen.</p>
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		<title>OpenDocument und biblische Exegese</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jun 2006 18:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meneteqel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2002 hat sich in Schleswig-Holstein die 1dok-Initiative mit dem Ziel gegründet, eine Art „Din A4“ für Office-Dokumente zu entwickeln, einen „offener Standard für den freien und ungehinderten Austausch elektronischer Dokumente über das Internet“.
Inzwischen wurde dieses Ziel auf anderen Wegen erreicht. Die internationale Organisation OASIS hat mit OpenDocument ein solches Format entwickelt und erfolgreich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2002 hat sich in Schleswig-Holstein die <a href="http://www.1dok.org">1dok-Initiative</a> mit dem Ziel gegründet, eine Art „Din A4“ für Office-Dokumente zu entwickeln, einen „offener Standard für den freien und ungehinderten Austausch elektronischer Dokumente über das Internet“.</p>
<p>Inzwischen wurde dieses Ziel auf anderen Wegen erreicht. Die internationale Organisation <a href="http://www.oasis-open.org"><acronym title="Organization for the Advancement of Structured Information Standards">OASIS</acronym></a> hat mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OpenDocument">OpenDocument</a> ein solches Format entwickelt und erfolgreich bei der <acronym title="International Organization for Standardization">ISO</acronym> als Standard angemeldet, eben der Organisation, die auch das deutsche DIN A4-Format unter dem Titel „ISO A4“ internationalisiert hat. OpenDocument ist als „ISO/IEC DIS 26300“ tatsächlich zu einer Art „Din A4“ für Office-Dokumente geworden.</p>
<p>Überhaupt nicht zufrieden mit dieser Entwicklung ist das Unternehmen Microsoft, das bislang den Markt für Office-Anwendungen mit seinen eigenen Dateiformaten dominiert. Als Reaktion auf OpenDocument hat Microsoft für die nächste Generation von MS Office ein eigenes Dateiformat entwickelt, das nicht nur auf den gleichen Grundprinzipien wie OpenDocument aufbaut (eine Sammlung von <acronym title="Extensible Markup Language">XML</acronym>-Dateien in einem Zip-Archiv), sondern auch dessen Namen imitiert: „Office Open XML“ (OpenDocument sollte ursprünglich „OpenOffice XML“ heißen). Außerdem hat Microsoft sein Dateiformat einer anderen Standardisierungsorganisation vorgelegt, der <a href="http://www.ecma-international.org/"><acronym title="European association for standardizing information and communication systems, uspr.: European Computer Manufacturers Association">ECMA</acronym></a> – nicht zuletzt deshalb, weil die Europäische Union in Zukunft nur standardisierte Dateiformate verwenden will. Die nächsten Jahre werden entscheiden, welches dieser beiden „offenen“ Dateiformate zum zukünftigen de facto Standard für Office-Dokumente werden wird.</p>
<p>Was nur wenige wissen: Neben Software-Unternehmen wie Adobe, IBM, Novell und Sun und freien Software-Projekten wie KOffice war auch die <a href="http://www.sbl-site.org/TechResearch/TechResearch_Standards.aspx">Society of Biblical Literature</a> (SBL) in Person von <a href="http://www.durusau.net/">Patrick Durusau</a> in dem Komitee vertreten, das den OpenDocument-Standard entwickelt hat. Grund genug also nachzufragen, was die SBL dazu bewegt hat, an der Entwicklung von OpenDocument teilzunehmen, und welche Vorteile OpenDocument für ExegetInnen bietet.</p>
<p><span id="more-40"></span></p>
<p class="question">» Welche Position haben Sie in der SBL? Und welche Rolle spielen Sie im technischen Komitee der OASIS für das OpenDocument-Format?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Inzwischen bin ich nicht mehr bei der SBL.  Ich war dort von 2000 bis Mai 2005 Leiter für Forschung und Entwicklung. Zur Zeit arbeite ich für eine Software-Firma in Colorado, auch wenn ich immer noch in Covington, Georgia, wohne.</p>
<p>Beim technischen Komitee für das OpenDocument-Format war ich von Anfang an und bin vor kurzem Vorsitzender des Sub-Komitees für die Metadaten geworden, dessen Ergebnisse im nächsten Jahr im OpenDocument-Standard veröffentlicht werden sollen.</p>
<p>Außerdem wurde ich vor kurzem zum Projekt-Herausgeber für die Version des OpenDocument-Formats ernannt, die als internationaler ISO/IEC-Standard anerkannt worden ist. Als Projekt-Herausgeber bin ich dafür verantwortlich, die endgültige Version des Standards zu erstellen, die von der ISO/IEC veröffentlicht wird.</p>
<p class="question">» Warum hat sich die SBL an der Entwicklung des OASIS-OpenDocument-Formats beteiligt?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Die SBL hat sich an der Entstehung und der weiteren Arbeit des technischen Komitees beteiligt, um die Stimme einer wissenschaftlichen Organisation bei der Entwicklung von Office-Software zu Gehör zu bringen, die auch unter WissenschaftlerInnen benutzt wird.</p>
<p>Es ist zu spät darüber zu klagen, dass diese oder jene Software-Funktion, die von WissenschaftlerInnen benötigt wird, fehlt – Jahre nachdem die Standards und die Software, die auf diesen Standards basiert, geschrieben wurde. Der Zeitpunkt, um die Anliegen der wissenschaftlichen Community vorzubringen, ist, wenn Software-Standards wie OpenDocument entworfen werden.</p>
<p class="question">» Welche Funktionen des neuen Formats waren für die SBL besonders wichtig?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> ExegetInnen haben Jahrzehnte damit vergeudet, sich auf immer wieder geänderte proprietäre Formate einzustellen, und viel zu viele Forschungsergebnisse sind dadurch verloren gegangen oder nur noch schwer zugänglich. OpenDocument ist ein offenes auf XML basierendes Format, das die Mittel zur Verfügung stellt, um zu verhindern, dass ältere Arbeiten wegen der Änderung von Software-Programmen oder Dateiformaten verloren gehen.</p>
<p>Zu Erklärung: ein offenes XML-Format bedeutet, dass Dateien, die gemäß dem OpenDocument-Standard erstellt wurden, mit normalen XML-Werkzeugen lesbar bleiben. D. h., dass selbst wenn alle Software-Programme die im Augenblick OpenDocument-Dateien lesen und schreiben können – wie OpenOffice, StarOffice und viele andere – plötzlich morgen aufhören zu existieren, können die OpenDocument-Dateien, die damit gespeichert wurden, immer noch mit normalen XML-Werkzeugen gelesen werden. Und sie bleiben auch nächstes Jahr lesbar oder im nächsten Jahrzehnt oder sogar in hundert Jahren und mehr.</p>
<p>Diese dauerhafte Lesbarkeit ist nicht so sehr ein Aspekt von OpenDocument, sondern des XML-Standards, auf dem es basiert. Aber OpenDocument bietet ein Dateiformat, das die gebräuchlichsten Funktionen von Office-Software unterstützt.</p>
<p class="question">» Gibt es Aspekte des OpenDocument-Formats, die auf Vorschläge der SBL zurückgehen?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Ja, die SBL hat vorgeschlagen, die Funktion der Dokumenten-Eigenschaften („Metadaten“) gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag um die Möglichkeit zu erweitern, mehrere AutorInnen anzugeben – was in wissenschaftlichen Texten immer häufiger der Fall ist – und eigene benutzerdefinierte Eigenschaften zu ergänzen. Gerade benutzerdefinierte Metadaten sind für ExegetInnen besonders wichtig, weil die üblichen Metadaten in Office-Dokumenten keine Felder für viele Informationen vorsehen, die WissenschaftlerInnen gerne mit dem Dokument abspeichern würden, z. B. zu Transkripitonen und Übersetzungen.</p>
<p class="question">» Welche Vorteile bietet OpenDocument für die biblische Exegese?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Der wichtigste Vorteil – neben der Verfügbarkeit freier Software, die OpenDocument unterstützt – ist der Gebrauch von XML als grundlegendes Format für OpenDocument-Dateien. Vor allem deshalb, weil WissenschaftlerInnen dadurch vor der Notwendigkeit bewahrt werden, ihre Dateien in ein neues Format zu übersetzen, nur weil die Software-Version gewechselt hat. Wenn man bedenkt, was WissenschaftlerInnen an Artikeln, Büchern, Unterrichtsmaterialen und anderen Dingen produzieren: Wer hat schon Zeit, alle diese Dateien zu aktualisieren?</p>
<p class="question">» Welche Vor- und Nachteile bietet OpenDocument im Vergleich zum zukünftigen “Office Open XML”-Format von Microsoft Office 2007?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Diese Frage ist schwer zu beantworten. Erstens wurde “Office Open XML” erst vor kurzem der ECMA zur Standardisierung vorgelegt und ist noch nicht vollständig. Der letzte Entwurf umfasst etwas mehr als 4 000 Seiten und die abschließende Version soll 6 000 bis 7 000 Seiten enthalten. Solange OOXML noch nicht in der endgültigen Form vorliegt, ist es schwierig, einen sorgfältigen Vergleich beider Standards durchzuführen.</p>
<p>Abgesehen von den technischen Aspekten der beiden Standards, ist zu beachten, das OpenDocument von sehr verschiedenen Unternehmen und wissenschaftlichen Gruppen über einen Zeitraum von mehreren Jahren in einem offenen Standardisierungsprozess entwickelt wurde. Die gesamte Arbeit wurde in einem offenen Prozess erledigt, der von jedem eingesehen werden konnte, der ein Interesse an der Entwicklung hatte.</p>
<p>Die ECMA ist eine angesehene private (also von Unternehmen getragene) Standardisierungsorganisation mit einer langen Geschichte. Zwar werden die Entwürfe zu OOXML veröffentlicht, aber es ist zu beachten, dass es für die Arbeit in dieser Organisation keine öffentliche Mailing-Liste gibt, um die Arbeit an diesem Standard zu diskutieren. Außerdem ist zu beachten, dass wenn der Standard Ende des Jahres vervollständigt ist, kaum ein Jahr vergangen ist, um einen Standard von 6 000 bis 7 000 Seiten zu produzieren. Da stellt sich die Frage, wie viel eine Organisation – unabhängig von dem vorschlagenden Unternehmen – tatsächlich zu solch einem Standard beigetragen haben kann.</p>
<p>Eine andere Frage, die erst mit der Zeit beantworten werden kann, ist, ob OOXML so komplex und umfangreich werden wird, dass sich die Zahl derer, die den Standard übernehmen, auf 1 beschränkt. Im Unterschied dazu ist OpenDocument neben Sun, von dem es herkommt, schon jetzt von einer Vielzahl von Gruppen übernommen worden, wie z. B. IBM und anderen Software-Unternehmen als auch von Open-Source-Software-Projekten.</p>
<p>So viel ich weiß, wird bereits an einem OpenDocument-Plugin gearbeitet, das mit dem aktuellen MS Office läuft und den Anwendern die Möglichkeit gibt, nicht nur OpenDocument-Datein zu öffnen, sondern OpenDocument sogar als Transfer-Format für Dateien aus verschiedenen MS-Office-Versionen zu nutzen.</p>
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		<title>OpenDocument and biblical scholarship</title>
		<link>http://www.bibfor.theoconsult.de/?p=39</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jun 2006 17:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meneteqel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Since the commonwealth of Massachusetts has decided in September 2005 to use OpenDocument as the standard format for office applications, text documents, spreadsheets, charts and graphical documents like drawings and presentations, a heavy discussion on file formats, openness and freedom of choice arose among IT specialists.
Most notably Microsoft polemized against this decision and proposed the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Since the commonwealth of Massachusetts has decided in September 2005 to use <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/OpenDocument">OpenDocument</a> as the standard format for office applications, text documents, spreadsheets, charts and graphical documents like drawings and presentations, a heavy discussion on file formats, openness and freedom of choice arose among IT specialists.</p>
<p>Most notably Microsoft polemized against this decision and proposed the future <acronym title="Extended markup language">XML</acronym> based file format of its Office Suite as alternative. However, the decision of the Massachusetts commonwealth didn’t have the intent to exclude Microsoft software from public offices, but to open competition by stipulating an open and independent file format. It even gave software providers like Microsoft a deadline until 2007 to adopt their software to this open standard.</p>
<p>While based on the  XML file format of Sun’s OpenOffice.org and StarOffice, OpenDocument is the effort of a technical committee of the international consortium <a href="http://www.oasis-open.org/"><acronym title="Organization for the Advancement of Structured Information Standards">OASIS</acronym></a> in which specialists from several companies like Adobe, Corel, IBM, Novell and Sun as well as academic organizations and free software projects like KOffice participated. Meanwhile OpenDocument is supported by several Office applications and on its way to become <acronym title="International Organization for Standardization">ISO</acronym> standard ISO/IEC DIS 26300, i. e. something like the <a href="http://www.1dok.org/">Din A4 for office files</a>.</p>
<p>Instead of participating in the development of OpenDocument Microsoft’s reaction was to develop  a new file format for the next generation of Microsoft Office based on the same technical principals as OpenDocument, i. e. a zipped collection of XML files, and call this format “Office Open XML”. They proposed it to another standards organization, the <a href="http://www.ecma-international.org/"><acronym title="European Computer Manufacturers Association">ECMA</acronym></a>, not at least in order to fulfill the requirements of the European Union. Therefor the next years will decide which of these two “open” file formats will become the de facto standard for office applications in the future.</p>
<p>Interestingly even the <a href="http://www.sbl-site.org/TechResearch/TechResearch_Standards.aspx">Society Biblical Society</a> (SBL) sent a specialist to the OpenDocument technical committee: <a href="http://www.durusau.net/">Patrick Durusau</a>. Hence Biblisches Forum was curious to ask him why SBL participated in the development of OpenDocument and which benefits OpenDocument will offer to biblical scholars.</p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<p class="question">» What is your position in the SBL? And what is your role in the OASIS OpenDocument technical committee?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Actually I am no longer with the SBL. I was the Director of Research and Development from 2000 until May of 2005. I am now with a software company in Colorado, even though I am still residing in Covington, Georgia.</p>
<p>I have been a member of the OpenDocument technical committee from its beginning and have recently become chair of the newly formed Metadata subcomittee that is working on material that will appear in the OpenDocument standard next year.</p>
<p>I was recently appointed as the Project Editor for the version of OpenDocument that has been approved as an ISO/IEC international standard. The Project Editor is responsible for producing the final version of the standard that will be published by ISO/IEC.</p>
<p class="question">» Why did SBL participate in the development of the OASIS OpenDocument format?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> The SBL participated in the formation of and subsequent work by the OpenDocument TC to bring the voice of an academic organization to the development of office software that would be used in the academic community.</p>
<p>It is too late to complain that some feature needed by academics is absent from software years after standards have been written and software produced based on those standards. The time to bring the concerns of the academic community forward is during the drafting of standards for software such as OpenDocument.</p>
<p class="question">» What features of the new document format where specially important for SBL?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Biblical scholars have careers spanning decades and too much research has been lost or made difficult to access by ever changing proprietary formats. OpenDocument is an open XML based format that provides a means to avoid loss of prior work due to changes in software and its formats.</p>
<p>By way of explanation, an open XML format means that files produced according to the OpenDocument standard remain readable with standard XML tools. That is to say that even if all the software that currently reads and write OpenDocument files, such as OpenOffice, StarOffice and a host of others, suddenly winked out of existence tomorrow, the OpenDocument files they produced would still be readable with standard XML tools. And will remain readable, next year, in the next decade, or even a hundred years from now or more.</p>
<p>That continued readability is not an aspect of OpenDocument but of the XML standard upon which it is based. OpenDocument provides a format that supports the most commonly used features of office software.</p>
<p class="question">» Are there features of OpenDocument that are based on proposals from SBL?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> Yes, the SBL proposed the expansion of the metadata features of the original OpenDocument submission to allow for multiple authors, an increasingly common aspect of academic papers and to allow users to create custom metadata. Custom metadata is of importance to biblical scholars as the more common metadata in office documents does not include information that scholars commonly wish to record about documents, such as transcriptions and translations.</p>
<p class="question">» What are the benefits of OpenDocument for biblical scholars?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> The primary benefit, aside from the availability of free software supporting OpenDocument is the use of XML as the native format for OpenDocument files. More than anything, scholars are protected from the necessity of migrating their files as software changes. Considering the written output of scholars in terms of articles, books and class notes, among other things, who has time to migrate all those files?</p>
<p class="question">» What are the advantages and disadvantages in comparison to “Office Open XML” format of Microsoft Office 2007?</p>
<p><strong>Patrick Durusau:</strong> That is a difficult question to answer. First, &#8220;Office Open XML&#8221; was only recently contributed to Ecma for standardization and remains incomplete. The latest draft is some 4,000 plus pages in length and the final version is rumored to number between 6,000 to 7,000 pages. Until OOXML is finished, it would be difficult to do an accurate comparison of the two standards.</p>
<p>Aside from the technical aspects of the respective standards, it should be noted that OpenDocument was developed with contributions from a variety of industry and academic groups over a period of years in an open standards process. All of that work was done in an open process that was visible to anyone who had an interest in its development.</p>
<p>Ecma is a respected industry based standards group with a long history. While drafts of OOXML are being released, it should be noted that the work in that organization lacks any public mailing list for discussion of the work on this standard. It should also be noted that if the standard is completed by late this year, it will have taken only a year to produce a standard of 6,000–7,000 pages. One has to wonder how much any organization could effectively contribute to such a standard other than its sponsor.</p>
<p>The other question that only time will answer is whether OOXML will be so complex and lengthy that it will have a universe of adopters of 1. By contrast OpenDocument has been adopted by a number of groups other than Sun, where it originated, such as IBM, other vendors as well as open source software projects.</p>
<p>I understand that work is underway on the production of an OpenDocument application that works with current MS Office software that will enable users to use OpenDocument as a transfer format between different version of MS Office software.</p>
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		<title>Freie Schriften für die Arbeit mit der Bibel</title>
		<link>http://www.bibfor.theoconsult.de/?p=12</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Mar 2006 10:31:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>meneteqel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Monat beginnt das Biblische Forum mit einer Reihe, in der frei und kostenlos verf&#252;gbare Schriftarten vorgestellt werden, die f&#252;r die wissenschaftliche Arbeit mit biblischen Texten geeignet sind. Alle Beitr&#228;ge sind unter der Kategorie Schriftarten zu finden.    Im September 2004 hat Gerrit van Aaken auf seiner Internetseite eine Reihe unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Monat beginnt das <strong>Biblische Forum</strong> mit einer Reihe, in der frei und kostenlos verf&uuml;gbare Schriftarten vorgestellt werden, die f&uuml;r die wissenschaftliche Arbeit mit biblischen Texten geeignet sind. Alle Beitr&auml;ge sind unter der Kategorie <a href="http://www.bibfor.de/wp-admin//?cat=2">Schriftarten</a> zu finden.  <span id="more-12"></span>  Im September 2004 hat <em>Gerrit van Aaken</em> auf seiner <a href="http://praegnanz.de/">Internetseite</a> eine Reihe unter dem Titel <a href="http://www.praegnanz.de/essays/">&bdquo;Die freie Schrift der Woche&ldquo;</a> begonnen, in der er kostenlos verf&uuml;gbare Schriften vorstellt, die dennoch den Anspr&uuml;chen von Designern gen&uuml;gen. Zwei dieser Schriften waren auch f&uuml;r ExegetInnen interessant:
<ul>
<li>Die <a href="http://praegnanz.de/essays/gentium">Gentium</a> von <em>Victor Gaultney</em> ist eine neue entworfene Schrift, die neben umfangreichen lateinischen Sonderzeichen auch einen polytonischen griechischen Zeichensatz und die IPA-Lautschrift enth&auml;lt.</li>
<li>Die <a href="http://praegnanz.de/essays/cardo">Cardo</a> von <em>David J. Perry</em> ist die Nachahmung einer klassischen Renaissance-Schriftart, die sonst unter dem Namen <em>Bembo</em> verbreitet ist. Ihr Zeichenumfang ist noch umfangreicher. Neben Lautschrift und klassischem Griechisch enth&auml;lt sie z. B. auch Hebr&auml;isch.</li>
</ul>
<p> Die Zahl der frei verf&uuml;gbaren Schriftarten f&uuml;r die klassischen biblischen Sprachen ist jedoch noch weit gr&ouml;&szlig;er. Sie m&ouml;gen nicht alle den Anspr&uuml;chen von Designern gen&uuml;gen, und manche sind f&uuml;r Designer, die sich ausschlie&szlig;lich mit Texten in lateinischer Schrift befassen, schlicht uninteressant. Aber f&uuml;r die Arbeit mit biblischen Texten sind sie eine wichtige Hilfe.  Das Biblische Forum startet hiermit eine Reihe, in der solche Schriften vorgestellt werden. Voraussetzungen sind:
<ul>
<li>Sie m&uuml;ssen kostenlos verf&uuml;gbar sein (d. h. auch Schriften, die bei kostenpflichtigen Programmen gratis dazugeliefert werden, fallen nicht darunter).</li>
<li>Sie m&uuml;ssen nach dem Unicode-Standard kodiert sein.</li>
<li>Sie m&uuml;ssen die Zeichens&auml;tze f&uuml;r eine oder mehrere klassische biblische Sprachen enthalten. Neben Hebr&auml;isch und Griechisch w&auml;ren das z. B. auch Ugarit, Syrisch, Koptisch und &Auml;thiopisch.</li>
<li>Sie sollten normalen Qualit&auml;tsanspr&uuml;chen gen&uuml;gen, also etwa auch f&uuml;r eine Buchver&ouml;ffentlichung geeignet sein.</li>
</ul>
<p> Alle, die gute Erfahrungen mit einer solchen Schriftart gemacht habe, sind herzlich eingeladen, Beitr&auml;ge zu dieser Reihe beizusteuern. Dazu einfach in einem Kommentar zu diesem Artikel schreiben, welche Schriftart ihr vorstellen m&ouml;chtet. Wir werden dann Kontakt aufnehmen.  Den Anfang macht im M&auml;rz 2006 die Schriftart <em>Dejavu</em>. Auch sie hat Gerrit van Aaken im Grunde <a href="http://praegnanz.de/essays/vera-sans-mono">bereits vorgestellt</a>. Denn sie erweitert nur den Zeichenumfang der <em>Bitstream Vera</em>. Anfang des Jahres ist auch der vollst&auml;ndige griechische Zeichensatz dazugekommen.</p>
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