Die Bibel und das Copyright
Jul 7th, 2006 | Autor: meneteqel | Kategorien: AllgemeinDie Bibel ist Wort Gottes, obwohl sie doch zugleich das Werk menschlicher Autoren (und Autorinnen?) ist. Wie dieser Glaubenssatz zu verstehen ist und was mit Inspiration durch den Heiligen Geist gemeint ist, darüber können Theologinnen und Theologen trefflich streiten. Zumindest aber Verlage und Bibelgesellschaften haben diese Frage längst gelöst. Sie betrachten nicht nur Übersetzungen, sondern auch die kritischen Ausgaben der Originaltexte als ihr „geistiges Eigentum“. Ob sie vorher einen Vertrag mit dem Heiligen Geist geschlossen haben, in dem er ihnen als Urheber seine Verwertungsrechte abtritt?
Hoffnung für alle?
Den meisten wird das ziemlich egal sein. Gedruckte Bibelausgaben sind in der Regel recht preiswert. Auch bei den Ausgaben der klassischen Texte ist der Preis aufgrund der Ausstattung angemessen. Bei digitalen Ausgaben frage ich mich allerdings, warum sie in den meisten Fällen teurer sind als die gedruckte Ausgabe, obwohl der Materialaufwand doch geringer sein müsste. Die wirklich Dummen sind jedoch die Linux-User. Denn für Linux sind moderne Übersetzungen und die kritischen Ausgaben der klassischen Texte auch für gutes Geld nicht zu haben.
Zwar gibt es einige rechte gute Bibelprogramme für Linux wie BibleTime und GnomeSword, und die Texte sind auch schon längst in einer für diese Programme passenden Form digital aufbereitet. Nur dürfen sie aus Copyright-Gründen nicht ausgeliefert werden; es besteht nicht einmal die Möglichkeit, sie gegen Zahlung einer Lizenzgebühr zu erwerben.
Eine Ausnahme macht seit März diesen Jahres der Brunnen-Verlag, der seine Übersetzung „Hoffnung für alle“ gegen Zahlung einer Lizenzgebühr von 22 € nun auch für Linux-User zur Verfügung stellt. Um die Infrastruktur kümmert sich das Sword-Projekt, das den Text digital aufbereitet hat und zum Download zur Verfügung stellt. Auch die Registrierung erfolgt über die Internetseite des Sword-Projekts. Die 22 Euro (und die persönlichen Daten, die man zur Registrierung angeben muss) erhält dagegen der Brunnen-Verlag.
Vergleicht man diesen Preis mit den Preisen der anderen Versionen, die beim Brunnen-Verlag erhältlich sind, kommt man aus dem Staunen nicht heraus:
- 22 € kostet dort auch die gebundene „Art Edition“.
- 9,95 € verlangt der Verlag für eine Hardcover-Edition.
- 16,95 € für die „Future Edition“ mit „96-seitigem farbigem Bildteil“.
- 6,50 € kostet eine „BibelCard“, eine digitale Ausgabe im Checkkarten-Format, die aber nur unter Microsoft Windows läuft.
Bei solchen Preisen fragt man sich, warum die Lizenz für eine Version, für die dem Brunnen-Verlag keine direkten Kosten entstehen, mehr als doppelt so teuer ist wie eine gebundene Ausgabe.
Wie original sind die „Originaltexte“?
Nun fallen Lizenzgebühren aber nicht nur bei neueren Übersetzungen an, sondern auch für die kritischen Ausgaben der klassischen „Originaltexte“.
In meiner Naivität bin ich z. B. immer davon ausgegangen, dass sich die Überlieferung der hebräischen Bibel durch eine erstaunliche Texttreue auszeichnet. Das kann jedoch nicht stimmen. Denn auf den Text der Biblia Hebraica Stuttgartensia beansprucht die Deutsche Bibelgesellschaft ein Copyright. Das macht aber nur Sinn, wenn der Text dieser Ausgabe in schöpferischer Weise von dem Jahrtausende alten überlieferten Bibeltext abweichen würde. Wie könnte sonst jemand ein Urheberrecht darauf beanspruchen? (Zum Glück gibt es in diesem Fall mit dem Westminster Leningrad Codex eine gute Alternative.)
Beim Text des griechischen Neuen Testaments ist es nicht anders. Allerdings ist hier die Zahl der Textvarianten so groß, dass das Erstellen einer kritischen Textausgabe tatsächliche eine wissenschaftliche Leistung darstellt. Für textkritische Apparate ist der Anspruch auf ein Urheberrecht durchaus gerechtfertigt. Aber für das Ergebnis der Arbeit, den rekonstruierten „Originaltext“? Die Praxis, für die Textfassung selbst – und nicht nur den textkritischen Apparat – ein Copyright zu beanspruchen, legt den Verdacht nahe, dass es sich doch nicht um den „Originaltext“ handeln kann. Denn der wurde vor fast zwei Jahrtausenden geschrieben und ist längst in die Public Domain übergegangen (zumal es zu seiner Entstehungszeit noch gar kein Copyright gab).
Abgesehen davon macht auch in diesem Fall ein gebührenpflichtiges Copyright nur dann Sinn, wenn die textkritische Arbeit am griechischen Text des Neuen Testaments überwiegend durch die Erlöse aus dem Verkauf der griechischen Textausgaben finanziert würde. Das kann ich mir jedoch kaum vorstellen.
Open Access
In den Vereinigten Staaten gibt es die Regel, dass die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung kostenlos zu Verfügung gestellt werden müssen. Aus diesem Grund sind z. B. die grundlegenden Protokolle und Technologien des Internets kostenlos. Die Frage wäre, ob diese Regel nicht auch für die textkritische Arbeit an den biblischen Texten gelten müsste, die wahrscheinlich ebenfalls zu einem großen Teil durch öffentliche Forschungsmittel finanziert wird.
Wahrscheinlich haben die Bibelgesellschaften noch nicht mitbekommen, dass es inzwischen so etwas wie Open Access und Creative Commons gibt. Diese neuen Entwicklungen bedeuten keinen Verzicht auf ein Urheberrecht im klassischen Sinne, sondern eine differenzierte und weniger restriktive Regelung der Nutzungsrechte. Mit einer Creative-Commons-Lizenz könnten die textkritischen Ausgaben für den privaten und wissenschaftlichen Gebrauch kostenlos zur Verfügung gestellt werden, während gleichzeitig eine kommerzielle Nutzung kostenpflichtig bliebe.
Wahrscheinlich würde eine solche Praxis auch eher der Vorstellung von der Bibel als Wort Gottes entsprechen.
Tja, das regt mich auch manchmal auf. Und ich finde das fast unerträglich. Aber solange bei den Verlagen kein gedanklicher Paradigmenwechsel stattfindet, lässt sich da leider nix machen. Deren Vorgehen ist urheberrechtlich leider kaum angreifbar. Ich bin der Frage nämlich auch mal nachgegangen.
Es ist schade, dass christliche Verlage gerade bei diesem Thema nicht mit gutem Beispiel vorangehen und einfach dem üblichen Abzocke-Trott hinterherlaufen.
Nö, den Schuh ziehen wir uns nicht an.
Die Sprüche sind nett, die Faktenlage ist aber anders.
1. Wohl kein Buch gibt es so preiswert wie die Bibel - Seitenzahl ins Verhältnis zur Ausstattung gerechnet. Die Bibel ist prinzipiell ein sehr preiswertes Buch.
2. Man kann drüber streiten, ob sie dauernd neu übersetzt werden muss. Jede ältere Bibelübersetzung kann von jedermann genutzt werden. Wer also gern den Luthertext von 1912 nehmen will, bitteschön.
Für Hoffnung für alle haben über Jahre hinweg Übersetzer, Theologen und Sprachwissenschaftler voll- und teilzeitlich übersetzt und überarbeitet. Die Leute machen das als Beruf. Die brauchen also ein Gehalt. Diese Gelder muss der Verlag in irgendeiner Form nicht nur vorfinanzieren, sondern auch wieder erwirtschaften, sonst geht er in Konkurs. Nebenbei: Viele Übersetzer und weitere Beteiligte haben eine wissenschaftlich höhere Qualifikation als ein Pfarrer, müssen aber mit weniger Gehalt auskommen…
3. Es stimmt nicht, dass elektronische Programme /CD-Rom in der Entwicklung preiswerter sind als Bücher. Oft ist das Gegenteil der Fall. Die Mac-Bibel Hoffnung für alle kostet im Laden übrigens € 39,-, die Preisbreite für Hoffnung für alle in den unterschiedlichsten Ausgaben reicht von € 9.95 bis 125,- Euro. Da sehen die kritisierten € 22,- schon ganz anders aus.
4. Wir laufen als Verlag keinem “Abzocke-Trott” hinterher. Es gibt viele Bibelübersetzungen von zahlreichen Verlagen. Bei uns stimmt “Qualität und Leistung”, sonst würde sie ja wohl keiner kaufen, sondern auf günstigere Bibeln ausweichen. Andersherum wird ein Schuh draus: Preiswerte “Teenagerausgaben” von Hoffnung für alle für € 9,95 sind bei ordnungsgemäßer Kalkulation eigentlich defizitär und müssen über andere Produkte finanziert werden. Dies macht der Verlag, weil er es als wichtig erachtet, die Bibel in einer modernen Sprache zu verbreiten. Darum überhaupt nur gibt es wohl die Linux-Version. Rechnerisch verursacht sie nur Kosten und dafür, dass sie derzeit als einzige moderne Ausgabe auf dem Markt ist, bekommen wir auch noch die Schläge ab. Da kommt richtig Freude auf (Achtung: Ironie).
Ich weiss, dass die Rechte der unrevidierten Elberfelder Bibelübersetzung seit Anfang des Jahres 2003 frei sind.
Da ich noch kein vernünfitig gestaltete Bibel im pdf-Format gefunden habe bin im Moment daran, diese Bibelübersetzung digital im pdf-Format zu konvertieren.
Mich würde nun interessieren, wenn ich diese Bibel wie auch immer, frei zum download oder gegen eine geringe Aufwandsgebühr, anbiete, könnte ich dann Ärger mit dem Brockhaus Verlag bekommen?
Habe den Verlag selber angeschrieben, aber keine Antwort erhalten.
@ Ralf Tibusek
Es wäre vielleicht wirklich einmal interessant, über andere Lizenzen nachzudenken, statt sofort zu schreien: da würden wir Konkurs machen!
Open Content / CC und andere “freie” Lizenzen sind nicht gleichbedeutend mit “gratis”!
Es ist durchaus möglich, für den Aufwand eine angemessene Entschädigung zu verlangen. Eine Idee wäre z.B., immer eine Seite Text auf einer Website zur Verfügung zu stellen, sobald ein bestimmter Spendeneintrag (z.B. über einen PayPal-Button) eingegangen ist (Steven King hat das mit einem seiner Bücher gemacht). Man müsste natürlich den Betrag pro Seite berechnen, da sie nachher frei kopierbar sind. Die Bücher könnte man auch weiterhin verkaufen - zu einem angemessenen Preis. Im Bewusstsein, dass andere diese Bücher kopieren und weitergeben können. Aber ist das nicht gerade das Ziel des Christentums - die heilige Schrift zu verbreiten?
Ich finde es auch grundsätzlich sehr löblich, dass es möglich ist, auch für Linux eine moderne Bibelübersetzung zu bekommen.
Zu Deinem Punkt 3 möchte ich allerdings vermerken:
Bei Bibletime ist dies nicht der Fall, da dieses von freiwilligen Entwicklern unter der GPL veröffentlicht wird, ebenso wird die gesamte Infrastruktur inkl. Traffic - wie der Autor bereits erwähnt - vom Sword-Projekt zur Verfügung gestellt. Die Vermutung liegt nahe (man möge mich korriegieren, wenn ich falsch liege!), dass das Erstellen des Sword-Moduls ebenfalls vom Sword-Projekt übernommen wurde. Die einzige Leistung des Brunnenverlags würde folglich darin bestehen, den digitalisierten Text zur Verfügung zu stellen.
Bei der Mac-Bibel handelt es sich hingegen um ein komplett “hauseigenes” Produkt, für dessen Entwicklung zwei renommierte Programmierer bezahlt wurden, und das als “hardware” (CD-Rom) ausgeliefert wird. (Ich beziehe mich bei diesen Angaben auf http://www.brunnen-verlag.eu/details.php?p_id=741&catp=3000 ).
Ebenfalls 22€ Tatsächlich kostet das Ebook für Palm (ebenfalls auf CD. inkl. Versandkosten).
Beim Bibletime-Modul könnte man also mindestens die Kosten für Entwicklung, Hardware und Logistik abziehen.
Aus diesen Gründen empfinde ich den verlangten Preis nicht als angemessen und bleibe ich daher tatsächlich lieber bei der Übersetzung von Luther.
Gegen den Trend scheint da wohl die Genfer Bibelgesellschaft zu laufen. Die komplette Bibel (Schlachter 2000) kann als PDF-Dokument gratis heruntergeladen werden (inkl. farbigen Landkarten, die in der gedruckten Taschenausgabe nur Schwarz-Weiß sind! Jetzt habe ich mir große farbige Landkarten ausgedruckt). Auch die MacArthur Studienbibel gibts als PDF-Download.
Da es sich in einem Buch aber viel besser liest, schadet dieses Publizieren m.E. nicht. In unserem Bücherschrank haben wir mittlerweile auch die gedruckten Ausgaben
@ Ralf Tibusek
Das Bibeln sehr preiswert sind, möchte ich voll und ganz bestätigen. Ich selbst bin in keinem Verlag o.ä. beschäftigt, aber im Vergleich mit Büchern aus dem IT-Umfeld - in dem ich beruflich tätig bin - sind Bibeln auf jeden Fall günstig. Im IT-Umfeld kosten Bücher mit simplen Pappband (teilweise Paperback) oft mehr als € 30,- Dafür bekommt man fast bei jeder Bibelausgabe schon ein hochwertigeres Exemplar (die einzige mir bekannte Ausnahme ist Buber-Rosenzweig, die trotz Paperback € 50,- kostet). Außerdem ist inhaltlich eine Bibel extrem wertbeständig, während andere Bücher ein extrem kurze Nutzungsdauer haben (teilweise unter einem Jahr)
Ich weiß natürlich, daß eine PDF-Datei nicht so durchsucht werden kann, wie etwas im Sword-Format
Also ein bißchen polemisch finde ich das schon mit der Kritik an den Kosten für den “Urtext”. Es ist nun mal so, daß wir DEN Urtext nicht haben, und alle Vorschläge für eine Urtextversion erst erarbeitet werden müssen. Solche Erarbeitungen gehen dann in die kritischen Ausgaben ein. Da ist dann nicht nur der kritische Apparat Leistung der Wissenschaftler, sondern eben auch der fortlaufende Text. Selbst die Biblia Hebraica, die größtenteils dem Codex Petropolitanus folgt, weicht an verschiedenen Stellen davon ab. Und diese Stellen rauszufinden, die Abweichung zu begründen etc ist eine riesige Arbeit, wenn man es ordentlich macht. Insofern kann ich es schon verstehen, wenn diese Ausgaben etwas teurer sind.
Was mich allerdings auch ärgert sind die Preise für deutsche Bibeln. Gut, Luther 1912 oder die unrevidierte Elberfelder sind frei, scheinbar auch die Schlachter 2000. Das ist ein guter Anfang.
Wobei ich bei der Schlachter nicht weiß, ob die dann auch ausgedruckt und so verbreitet werden darf…
Ich fände es gut, wenn es eine normalsprachliche, freie Bibelübersetzung gäbe, die jeder downloaden kann und dann drucken und verteilen, in welchen Mengen auch immer. Oder Bibeln zu wirklich kleinen Preisen. Auf der Suche nach Verteilbibel zu finanzierbaren Preisen bin ich nicht wirklich fündig geworden. 9,90€ ist zwar gut erschwinglich, aber wenn man mal 100 auf Vorrat kaufen will, um sie zu verteilen, muß man den Gürtel schon etwas enger schnallen…
Ich frage mich, ob es funktionieren würde, ein Projekt ähnlich der Volxbible zu starten, nur mit einer “normaleren” Sprache und der Möglichkeit, den Text frei weiterzuverwenden. Aber die Idee, ne Übersetzung im Internet anzufertigen, finde ich nicht schlecht. Es gibt doch genügend Theologen und Philologen, da muß es doch welche geben, die da mitmachen würden…? Was meint Ihr?
Gottes Segen
De Benny
@Benjamin Koppe
Vielen Dank für den sachlichen und ausführlichen Kommentar.
Aber was die wissenschaftlichen Bibelausgaben angeht, bleibe ich bei meinem Standpunkt. Gerade deshalb, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die Einnahmen aus den wissenschaftlichen Bibeleditionen und den Lizenzen an die Hersteller kommerzieller Bibelsoftware ausreichen, um die textkritische Forschung zu finanzieren. Wahrscheinlich können sie noch nicht einmal einen nennenswerten Beitrag dazu leisten.
Mein Hauptargument ist das Open-Access-Prinzip für öffentlich finanzierte Forschung: Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, die öffentlich finanziert wurde, sollten auch öffentlich zugänglich gemacht werden. Ich weiß zwar nicht, wie die textkritische Forschung im Einzelnen finanziert wird, aber wahrscheinlich zum größten Teil durch öffentliche Forschungsgelder.
Die Einnahmen aus den Copyright können es jedenfalls nicht sein. Wieviele Bücher müsste die Deutsche Bibelgesellschaft wohl verkaufen, um auch nur eine einzige Forscherstelle finanzieren zu können?
Im Übrigen finde ich den Preis der wissenschaftlichen Ausgaben angesichts der Ausstattung sogar recht günstig. Auch für eine digitale Ausgabe würde ich etwas bezahlen (auch denn das gegen das Open-Access-Prinzip verstieße), aber ich wüsste gar nicht, wo ich z. B. eine digitale Ausgabe des Nestle-Aland für Linux kaufen könnte. (Bei der Biblia Hebraica bin ich mit dem Westminster Leningrad Codex ja schon bestens versorgt.)
Und die wenigen copyright-geschützten Texte, die es für das Sword-Projekt gibt, erhält man nur, wenn man zusätzlich zu der Lizenzgebühr auch noch alle möglichen Daten abgibt – ganz so, als hätten die Bibelgesellschaften und Verlage noch nie etwas von Datenschutz gehört.
Zum Glück findet der Open-Access-Gedanken immer mehr Unterstützer. Dass Einrichtungen der Forschungsförderung wie die DFG sich dafür stark machen, ist kein Wunder. Denn zur Zeit zahlen sie doppelt und dreifach: Erst für die Forschung, die die Ergebnisse produziert. Dann für den „Druckkostenzuschuss“, der zur Veröffentlichung der Ergebnisse nötig ist. Und schließlich für den Kauf der Bücher und Zeitschriften, die sich die öffentlichen Biblotheken ansonsten nicht mehr leisten könnten.
Bleibt zu hoffen, dass der Open-Access-Gedanke irgendwann auch bei den Bibelgesellschaften ankommen wird.
Hallo Stefan
Also mal vorweg es ist ein recht interessanter Cocktail zusammengekommen an Meinungen. Vorab aber: Sowohl die Elberfelder Übersetzung als auch die DaBhaR-Übersetzung sind beide vollständig privat initiiert entstanden. Bei den anderen weiß ich es nicht, aber bei diesen beiden Übersetzungen sind keine öffentlichen Mittel geflossen.
Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass nach meinen Informationen der Brockhaus-Verlag auch nicht mehr der Eigentümer der Rechte ist an der Elberfelder Übersetzung. Das hängt mit dem Verkauf des Verlages zusammen und mit der Tatsache, dass die eigentlichen Rechte einem Kreis von Brüdergemeinden gehören. Dieser Brüderkreis - eigentlicher Inhaber der Urheberrechte - hat sich nach dem Verkauf aus dem Verlag zurück gezogen - jedenfalls bezüglich der Bibelübersetzung.
Was deine Beobachtung angeht mit der Biblica Hebraica Stuttgartensia, so gebe ich dir Recht. Diese Ausgabe ist theologisch überarbeitet worden. Ich weiß es, weil ich einmal eine Sammelbestellung der Biblica Leningradensia in den USA machte. In dem Zusammenhang habe ich Bemerkungen mitbekommen, dass einige Abweichungen aufgefallen sind. Das ist wieder etwas, dass uns bei den Juden ins “rechte Licht” rücken wird. Die bewahren den Text Jahrtausende unverändert auf und die Gojim ändern dran rum.
Eine “digitale Version” des Nestle-Aland kann ich dir auch nicht bieten. Aber es gibt eine Alternative oder eine Ergänzung. Damit meine ich eine Ausgabe des Codex Sinaticus, die wegen des Apparates drei Codices enthält.
Herzliche Grüße
Wolfgang
Weiß jemand, wo ich eine freie Bibel-Ausgabe bekomme, um sie zum kostenlosen Lesen und Downloaden (eventuell in neuem Format) zur Verfügung zu stellen?
Eine amerikanische Ausgabe der Bibel würde mir durchaus genügen. Ich könnte sie ins Deutsche übersetzen.
[...] Voor diegenen die goed Duits kunnen lezen (Fresh ) is hier een uitleg waarom er toch copyright op de Bijbel zit: Biblisches Forum » Blog Archiv » Die Bibel und das Copyright. [...]
@Jens
Versuch’s mal damit:
http://www.awmach.org/framesets/bibles.html
http://ebible.org/bible/web/